Im folgenden möchten wir uns gerne bei Ihnen vorstellen, einen Einblick in unsere Arbeit geben, den Aufbau unseres Stammes und der DPSG (Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg) darstellen und einen kurzen geschichtlichen Überblick über die Entwicklung der Pfadfinderbewegung geben.


Zuerst einmal zu uns: Im Jahr 2004 entstand die Idee in den beiden Orten Dehrn und Dietkirchen Jugendarbeit in Form von Pfadfindern zu starten.

Schon nach kurzer Zeit bildete sich eine kleine eingeschworene Gemeinschaft von jungen, sozial engagierten Menschen, die bereit waren zusammen mit Pfarrer Friedhelm Meudt das Projekt Pfadfinder in Angriff zu nehmen. Durch das große Glück mit Friedhelm Meudt einen sehr erfahrenen Pfadfinder in unseren Reihen zu haben, gelang es uns recht schnell eine Struktur in unsere Arbeit zu bringen und die Ausbildung der meist noch unerfahrenen Neu-Leiter zu beginnen.

Entscheidende Hilfe hierbei stellte der Stamm Limburg Dom dar, der nicht nur in den Anfängen uns mit diversen ganztägigen Workshops unterstütze, sondern sogar zu Zeiten unseres „Siedlungsdaseins“ als unser Partnerstamm fungierte.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Stamm Limburg Dom.

Am 23.09.2005 war es denn soweit und unsere Arbeit konnte beginnen. Kurze Zeit später, am 16.10.2005, fand die offizielle Siedlungsgründung statt. In den darauffolgenden acht Monaten fanden immer mehr junge Leute den Weg zu uns Pfadfindern und waren entscheidend für den großen Erfolg verantwortlich, denn ohne die vielen tollen Kinder und Jugendliche, die jede Woche zu den Gruppenstunden erscheinen, wäre unsere Arbeit selbstverständlich nicht notwendig.

Am 25.06.2006 war dann der große Tag gekommen. Unter Leitung des Bezirksvorstandes wurde der neue Stamm „Lahntal“ offiziell geboren und von diesem Zeitpunkt an waren wir ein selbstständiger Stamm.

Im Jahr 2007 standen dann einige Investitionen an, denn natürlich müssen Pfadfinder bei ihren vielen Lagern in Zelten schlafen. Und so konnten wir, nachdem wir unser erstes Zeltlager im Jahr 2006 noch mit der Ausrüstung des Stammes St. Blasius Frickhofen absolviert hatten, stolz unsere eigene Ausrüstung ab 2007 dreckig machen.

Alle Aktionen, Zeltlager und Ausflüge, die wir bisher veranstaltet haben oder teilgenommen haben, waren wie die gesamte bisherige Geschichte unseres noch jungen Stammes Lahntal, ein voller Erfolg und wir hoffen, dass das in Zukunft auch so bleiben wird.

Um einmal kurz zu verdeutlichen wie sich die derzeitige Lage des Stammes darstellt hier ein paar Infos:

Wir arbeiten erfolgreich in 4 Stufen. Die Wölflings-, die Jungpfadfinder-, die Pfadfinder- und die Roverstufe. Insgesamt haben wir derzeit ca. 70 Kinder und Jugendliche in den Gruppen verteilt und 20 Leiter, welche sich um das Wohl der Kinder kümmern. Die später noch genauer vorgestellte Leiterrunde nimmt mit 15 Teilnehmern ab November 07 an der Woodbadge Ausbildung der DPSG teil (hierbei handelt es sich um eine qualitativ hochwertige Ausbildung der DPSG für Gruppenleiter, welche u.a. die Auseinandersetzung mit den Zielen, Werten und Methoden der Pfadfinderbewegung, Spiritualität, Pädagogik usw. umfasst).

Unsere Stufen treffen sich wöchentlich in Dehrn oder Dietkirchen (Infos in nebenstehender Linkleiste), wobei das abhängig ist von der Verteilung der Kinder innerhalb der Gruppe.

 

Kurzer Einblick in den geschichtlichen Hintergrund

Im Jahre 1907 hielt Lord Robert Baden Powell, Gründer der Weltpfadfinderbewegung, das erste Zeltlager auf Brownsea Island (Großbritannien) ab. Mit 22 Jungen aller sozialen Schichten probierte er erstmals sein Konzept einer Pädagogik des Erlebens und der Verantwortung für den Einzelnen und die Gruppe. Seit 1909 gibt es die Pfadfinder auch in Deutschland und seit dem Jahre 1929 die Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg, kurz DPSG. Die Weltpfadfinderbewegung erfreut sich einer immer größer werdenden Beliebtheit. Ihr gehören heute 34 Millionen Mitglieder in 216 Ländern an. Sie ist damit die größte Jugendorganisation der Welt. Davon entfallen allein in Deutschland auf die DPSG rund 100.000 Mitglieder. Somit stellt die DSGP die größte Pfadfindergruppe in Deutschland dar. Insgesamt gibt es mehr als 260.000 Pfadfinder in Deutschland.

In Deutschland haben sich vier Verbände zum Ring Deutscher Pfadfinderinnenverbände und zum Ring deutscher Pfadfinderverbände zusammengeschlossen. Beide Ringe umfassen je einen katholischen, einen evangelischen und einen interkonfessionellen Pfadfinderverband. Dem „weiblichen“ Ring gehören die Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg (PSG), der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) und der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) an, dem „männlichen“ Ring gehören die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), der VCP und der BdP an.

 

Überblick über den Aufbau der DPSG

Die DPSG ist der Zusammenschluss aller katholischen Pfadfinderstämme Deutschlands. Sie gliedert sich in Diözesanverbände und innerhalb dieser in Bezirke und Stämme (Siedlungen).

Der Bundesverband ist zusammengesetzt aus:

Der Verband regelt und führt Ausbildungen durch, wie z.B. die Woodbadge Ausbildung, bereitet Arbeitstagungen vor und führt diese durch, berät über Methoden und Inhalte pfadfinderischer Jugendarbeit, gibt die Verbandszeitschrift heraus usw...

 

Auf nächster Ebene folgt der Diözesanverband (Limburg). Auch dieser setzt sich aus

zusammen. 

Der Diözesanverband legt die Grenzen der einzelnen Bezirke fest, führt die Ausbildung im Rahmen des Gesamtverbandlichen Ausbildungskonzeptes, unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit.

Des Weiteren hat er folgende Aufgaben:

 

Unter der Ebene der Diözesanverbände stehen die Bezirke (Bezirk an der Lahn).

Ein Bezirk umfasst das Gebiet einer Stadt, eines Kreises, eines Dekanates oder mehrerer Dekanate eines kirchlichen Seelsorgbezirks und besteht i.d.R. aus mindestens fünf Stämmen.

 Die Organe eines Bezirks sind:

Aufgaben des Bezirks und seiner Organe sind die Beschlussfassung über das Jahresprogramm und über besondere Unternehmungen des Bezirks, die Beratung und Koordinierung der Arbeit der Altersstufen im Bezirk, die Durchführung der Ausbildung im Rahmen des Gesamtverbandlichen Ausbildungskonzeptes, sowie die Anerkennung von Stämmen und die Vorbereitung und Durchführung von Arbeitstagungen der Vorstände der Stämme.

An jeder Bezirksversammlung nehmen die Vorstände der einzelnen Stämme teil und sind voll stimmberechtigt.

 

Als letzte Instanz sind die Stämme (Stamm Lahntal) zu nennen.

Die Wölflingsmeuten, Jungpfadfindertrupps, Pfadfindertrupps und Roverrunden einer oder mehrere Pfarrgemeinden bilden den Stamm.

Die Organe eines Stammes sind: 

Die Stammesversammlung findet mindestens einmal im Jahr statt. Sie wird vom Stammesvorstand einberufen und geleitet. Alle Stammesmitglieder haben Teilnahmerecht. Aufgaben der Stammesversammlung sind:

Die Stammesleiterrunde setzt sich zusammen aus:

Die Stammesleiterrunde tagt regelmäßig, im Allgemeinen monatlich.
Die Stammesleiterrunde gibt Leitern und Leiterinnen Rückhalt und unterstützt sie in ihren Leitungsaufgaben.

Hierzu gehören insbesondere:

Der Vorstand des Stammes besteht aus drei gleichberechtigten Mitgliedern. Mitglieder des Stammesvorstands sind:

Aufgaben des Vorstandes sind:

 

Siedlungen 

Gruppen, die die Absicht haben, einen neuen Stamm zu gründen, werden als Siedlungen bezeichnet.
Zweck der Siedlungen ist es, in absehbarer Zeit die Voraussetzungen für eine Anerkennung als Stamm zu erfüllen. Siedlungen bedürfen der Anerkennung durch den Bezirksvorstand. Die Anerkennung erfolgt befristet. Voraussetzung für die Anerkennung ist eine Vereinbarung, die die Siedlung mit einem benachbarten Stamm getroffen hat. Verantwortlich für das Zustandekommen der Vereinbarung ist der Bezirksvorstand, in Vertretung der Diözesanvorstand.