„Es ragt ein Felsen empor am Ufer der Lahn gegen Osten, drei Kilometer oberhalb von Limburg, der eine Kirche trägt, die dem Ort den Namen Dietkirchen gegeben hat“, dieses Zitat stammt aus einem Buch von 1969.
Schon von weitem erkennbar ist die Lubentius - Basilika, auf einem Kalkfelsen hoch über der Lahn.
Nach der Sage kam Lubentius von der Mosel an die Lahn um den Menschen hier, die sich auf dem Reckenforst versammelten und zu ihren Göttern beteten, das Evangelium zu verkünden. Sein Kopfreliquiar wird in der Basilika verehrt.
Dietkirchen ist mit seinen ca. 1700 Einwohnern seit 1971 Stadtteil der Kreisstadt Limburg. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Dietkirchen bereits im Jahre 841, das Dorf ist aber älter.
Der Betrieb einer Lahnfähre in Dietkirchen wird bereits zwischen 1048 und 1098 erwähnt. 1959 wurde der Fährbetrieb allerdings eingestellt und 1989 wurde als Ersatz eine Holzbrücke für den Rad- und Wanderverkehr gebaut.
Zur Dorfgeschichte von Dietkirchen gehört auch der Dietkircher Markt („Dickerischer Maat“) der alle drei Jahre an einem Wochenende im Oktober unter Mitwirkung der Dietkircher Ortsvereine stattfindet. Der Ursprung des Marktes geht bis ins Mittelalter zurück.
Von besonderer Bedeutung für Dietkirchen ist die Papstglocke, die 1980 gestiftet wurde. Sie ist die einzige Glocke, die von einem Papst auf deutschen Boden geweiht wurde.
Im Volksmund werden die Dietkircher als „Subbedibbe“ bezeichnet.
