Runkel - Dehrn
Das Dorf Dehrn liegt am rechten Ufer der Lahn etwa 7 km entfernt von Limburg. Nähert man sich dem Dorf von Süden her, dann bietet es sich dem Beschauer von seiner eindrucksvollsten Seite. Die langgestreckte Häuserreihe ist an einen geschwungenen Höhenzug malerisch angelehnt. Das Dorf ist rundum von Feldern umgeben und auf der anderen Lahnseite befinden sich Sportplatz und Wald. Die große Steinbrücke führt in drei Bögen über das Wasser und verbindet den Taunus mit dem Westerwald.
Drei gewichtige Türme erheben sich über die Dächer des Dorfes und geben ihm seine Eigenart. Im Westen thront auf bewaldeter Höhe der Rundturm des Dehrner Schlosses, das früher von den „Freyen von Dern“ bewohnt wurde. Zu seinen Füßen ragt der spitze gothische Turm der Jahrhunderte alten Nikolauskapelle neben einem auffallend hohen Gebäude, das im Volksmund die „Pfalz“ genannt wird. In der Mitte des Dorfes erhebt sich der Turm der Pfarrkirche “St. Nikolaus“, die 1926 erbaut wurde.
Dehrn ist mit seinen ca. 2300 Einwohnern der größte Ortsteil der Stadt Runkel.
Die Dehrner Bürger werden im Volksmund die „Dehrner Raben“ genannt. Diese Bezeichnung verdanken sie dem im alten Nassau üblichen Umstand, den Bürgern eines Dorfes oder einer Stadt einen Spitznamen zu geben, der typisch für die Dorfbewohner oder die Ortsgeschichte war. Die Dehrner verdanken ihren Rufnamen den Krähen, die rund um Dehrn anzutreffen sind und die früher fälschlich für Raben gehalten wurden.
